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10.05.2010

3. Quartalsbericht 2009/2010



Sehr geehrte Aktionäre,

Ihr Unternehmen bewegt sich derzeit in einem schwierigen Markt. Es ist zwar richtig, dass das Gesundheitswesen unter den großen bedeutenden Wirtschaftszweigen am konjunkturresistentesten ist, doch schließt das empfindliche Störungen in bestimmten Marktsegmenten nicht aus. Dazu gehört unbestritten auch die stationäre Altenpflege. Es sind zwei Faktoren, die den Markt – unabhängig von dem mittel- und langfristigen hohen Bedarf – erheblich belasten. Zum einen steigen die Kosten, die in den Pflegesätzen nicht kompensiert werden können, und die ohne systematische Eindämmung direkt auf die operativen Ergebnisse durchschlagen. Zum anderen bestehen gravierende Überkapazitäten, die die Belegquoten und Margen von Pflegeeinrichtungen negativ beein- flussen. Das gilt besonders für die westdeutschen Bundesländer, in denen das früher sehr lukrative Geschäft viele private Träger angelockt hat.

Diese Faktoren, verehrte Aktionäre, haben auch Spuren in Ihrem Unternehmen hinterlassen. Es gibt unverkennbar Schwachstellen in unserem Konzern, die wir zwar analysiert, aber noch nicht alle endgültig abgestellt haben. Daran arbeiten wir. Wir stellen grundsätzlich alles auf den Prüfstand und ziehen daraus unsere Schlüsse. Fest steht, dass wir unser rentables Kerngeschäft Altenpflege weiterentwickeln und optimieren, unsere übrigen strategischen Ansätze aber modifizieren werden.

Nun ist es natürlich nicht so, als hätten wir in der Vergangenheit die Hände in den Schoß gelegt und nur auf bessere Zeiten gehofft. Wir haben vor allem im letzten Jahr erhebliche Vorleistungen erbracht, die der Zukunftssicherung des Unternehmens dienen. Die Kennzahlen für die ersten neun Monate des Geschäftsjahres 2009/2010 belegen, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Die Werte weisen im Vergleich zur gleichen Zeit des Vorjahres Verbesserungen aus. Der operative Umsatz im Konzern ist in den Monaten Juli 2009 bis März 2010 um 6,3 % auf 186,1 Mio. € gestiegen. Die im Konzern vertraglich vorhandenen Betten waren zu 88,4 % belegt. In der Division Pflege lag die Belegquote bei 87,9 % (Vorjahr: 89,2 %), in der Rehabilitation ohne die Akutklinik Büren bei 94,3 % (Vorjahr: 92,7 %). Das EBIT im Konzern erreichte 3,9 Mio. € nach 1,4 Mio. € im Vorjahr. In den beiden Divisionen Altenpflege und Rehabilitation war das EBIT positiv. Das EBT liegt bei 1,0 Mio. € (Vorjahr. -2,1 Mio. €).

Die tendenziellen Verbesserungen sind allerdings kein Grund, sich zufrieden zurückzulehnen. Im Gegenteil. Um das Unternehmen noch wetterfester zu machen, werden wir durchgreifend alle Baustellen analysieren und in Angriff nehmen. Im Vordergrund stehen auf der einen Seite massive Eingriffe in die Kostenstrukturen. Wir müssen und werden die Flut der Kosten auf allen Ebenen und Hierarchien des Unternehmens reduzieren. Über Einzelheiten wird derzeit entschieden. Zum anderen nehmen wir temporär Abschied von der Expansionsstrategie in unserem Einrichtungsportfolio. Neue Einrichtungen wird es auf absehbare Zeit nicht geben. Unser operatives Augenmerk richtet sich vornehmlich auf die bestehenden 61 Pflegeeinrichtungen und deren Belegung. Wir sind dabei, jede Bestandseinrichtung nach seiner Performance neu zu bewerten und Schwachstellen im Wege des Best-practice-Verfahrens auszumerzen. Wenn wir auf Einrichtungen stoßen, die erkennbar auch mittelfristig nicht in unsere konzernüblichen Ertragsstrukturen hineinwachsen, schließen wir deren Verkauf nicht aus. Bei den ehemaligen Expansionshäusern gilt es, die Anlaufphase der Belegung zu überwinden und die Gewinnzone zu erreichen. Konkret betrifft das vor allem die beiden Einrichtungen in Hamburg und Berlin, die nach wie vor rote Zahlen schreiben und deren Belegungskonzept noch nicht ausgereift ist.



Unveränderter Schwerpunkt im Bereich Pflege bleibt die Ausdehnung des 2-Sterne-Bereichs mit dem Segment Betreutes Wohnen. Der Bedarf nach diesem Pflegekonzept ist groß und das finanzielle Risiko für den Betreiber relativ gering. Beim Betreuten Wohnen haben wir mit der Immobilie als solcher nichts zu tun. Hier existiert ein normales Mietverhältnis zwischen Bewohner und Vermieter. Erst nach der Belegung übernehmen wir alle ambulanten Pflegeleistungen sowie individuell zubuchbare Komponenten wie etwa Hausmeisterservice. Anlaufkosten, wie wir sie aus dem klassischen Pflegeheim kennen, entfallen bei dem Konzept.

Neue Wege schlagen wir zudem im Vertrieb ein, indem wir die zentrale Lenkung der Einrichtungen wieder lockern. Wir werden sieben Regionalleiter installieren, die sich an Ort und Stelle um die ihnen zugeordneten Einrichtungen kümmern und sie in Fragen der Belegung und der effizienten Steuerung unterstützen. Zentrale Aufgabe der regionalen Marketingexperten ist es, alle vertriebsrelevanten Aktivitäten zwischen den Zentralbereichen des Konzerns und den Einrichtungsleitern abzustimmen und zu verzahnen. Wir wollen und müssen näher am Markt sein.

Abstand nehmen wir demgegenüber von den ursprünglichen Plänen, unsere Standorte über eine Verknüpfung mit dem Geschäftsfeld Akutmedizin abzusichern. Wir werden künftig keine Minderheitsbeteiligungen an Akutkrankenhäusern mehr anstreben und auch den Aufbau von Medizinischen Versorgungszentren nicht weiter verfolgen. Das Credo unserer künftigen Expansionspolitik ist konservativ: Nicht in Neues investieren und sich verzetteln, sondern die Bereiche weiterentwickeln, in dem wir erfolgreich sind und Geld verdienen. In diesen Kontext gehören auch unsere ersten Bemühungen, Projekte mit Regierungen in Entwicklungsländern zu vereinbaren, in denen wir durch Software- und Managementdienstleistungen unser Know-how übertragen und an einer Verbesserung der qualitativen und effizienten Medizinversorgung mitwirken.

Nicht die geringsten Abstriche gibt es an unserem strategischen Ziel, die Führerschaft im Bereich Qualität zu festigen und auszubauen. Die Qualität der Pflege und die hohe Kompetenz der Mitarbeiter, die sie gewährleisten, sind unabdingbare Voraussetzungen für den Erfolg in der stationären Altenpflege. Wir haben in den vergangenen Jahren hoch in diesen Bereich investiert und stehen im Pflegemarkt bei fast allen Entwicklungen an der Spitze der Bewegung. Das gilt für unser integriertes Qualitätsmanagement sowie für die Sicherung und Überprüfung von Qualität. Marseille-Kliniken gehören mehr als 20 Software-Lösungen, die die Abläufe in Gesundheitsdienstleistungsunternehmen strukturieren. Wir werden diese Kernkompetenz ausbauen, verfeinern und darauf trimmen, noch mehr Zeit und Kosten einzusparen. Im Fokus bleiben zudem die Heranbildung neuer Mitarbeiter, ihre Weiterbildung und die Bindung dieser Menschen an unser Unternehmen. Mit dem in der Branche einmaligen E-Learning-Konzept haben wir Erfahrungen gesammelt, die wir auswerten, um daraus zu lernen. Die Ausbildung und Schulung von Mitarbeitern sowie die Schaffung bindungsfähiger Arbeitsbedingungen muss sich wie jede andere Herausforderung des Unternehmens an dem Kriterium messen lassen: Stehen die Kosten der Programme im Einklang mit ihrer Wirkung und Effizienz.

Die strategische Entscheidung, das Geschäftsmodell der Marseille- Kliniken zu konsolidieren und auf die Altenpflege zu konzentrieren, ging einher mit unserem seit längerem gefassten Entschluss, den Bereich Rehabilitation aus dem Konzern herauszulösen. Dies, verehrte Aktionäre, ist dieser Tage vollzogen. Wir haben unsere acht operativen Rehabilitationskliniken an einen Investor veräußert. Dies ist eine bewusste Begradigung unseres Geschäftes. Die Rehabilitation ist nach einer mühevollen Sanierung zu einem hoch profitablen und gut ausgelastetem Segment mutiert. Wir trennen uns gleichsam von einer „Perle“. Der Verkauf hat für uns eine Reihe positiver Effekte. Er setzt Managementkapazitäten frei, er generiert Buchgewinne und – vor allem – er mildert unsere derzeit sehr angespannte Liquiditätslage.

Verehrte Aktionäre, das Geschäftsjahr 2009/2010 nähert sich seinem Ende. Wir müssen jetzt und heute an den Stellschrauben drehen, die für die Zukunftssicherheit des Unternehmens von Bedeutung sind: effektives Kostenmanagement, flexibles Marktverhalten, hohe Qualitätsstandards in den Einrichtungen und beim Pflegepersonal. Um den Aufgaben gerecht zu werden, haben wir den Vorstand personell erweitert. Wie Sie wissen, ist unser langjähriger Vorstandsvorsitzender Axel Hölzer auf Grund gesundheitlicher Probleme ausgeschieden. Für seine aufopfernde Arbeit im Dienste unseres Unternehmens danken wir ihm. Der Aufsichtsrat hat mich temporär in den Vorstand entsandt, als deren Vorsitzender ich koordinierende Aufgaben übernehme. Mich unterstützen die neuen Vorstandsmitglieder Claus Dobrowolski und Axel Regenhardt. Herr Dobrowolski verantwortet die Bereiche Finanzen, Controlling, Rechnungswesen und Einkauf, Herr Regenhardt übernimmt den neu geschaffenen Vorstandsbereich Informationstechnologie, Betriebsorganisation, Revision und Projekte. Wir begrüßen ausdrücklich die Entscheidung des Aufsichtsrats, die Geschäftsbereiche Finanzen und IT zu verstärken. Sie werden den begradigten Wachstumskurs des Unternehmens nachhaltig unterstützen.

Ihnen, verehrte Aktionäre, danken wir für Ihr Vertrauen, unseren Bewohnern und ihren Angehörigen sagen wir Dank für ihre Entscheidung, unsere Einrichtungen zu nutzen, unseren Mitarbeitern zollen wir Anerkennung für ihren kompetenten und menschlich motivierten Einsatz.

Mit freundlichen Grüßen

Ihr
Ulrich Marseille, Vorstandsvorsitzender



Zwischenlagebericht


Deutsche Wirtschaft: unter den Schwachen die Stärkste

Die deutsche Wirtschaft bewährt sich in der Eurozone bislang am besten. Das Wachstum in Deutschland war aufgrund des strengen Winters im ersten Quartal 2010 zwar leicht negativ, doch dürfte dieser Rückgang mit einem starken Wachstum im zweiten Quartal mehr als wettgemacht werden. Getrübt wird diese Spitzenstellung dadurch, dass die Konjunktur in Europa sich deutlich schwächer entwickelt als im Rest der Welt. Deutschland ist damit nur unter den schwach wachsenden europäischen Volkswirtschaften die Stärkste. Experten erwarten, dass die deutsche Wirtschaft über das ganze Jahr 2010 lediglich um 1,8 % und 2011 um 1,5 % wachsen wird. Unerwartet gut entwickelt sich unter diesen Rahmenbedingungen der deutsche Arbeitsmarkt. Die trotz Krise weitgehend solide Lage auf dem Arbeitsmarkt ist sowohl der staatlich geförderten Kurzarbeit als auch der größeren Flexibilität des Arbeitsmarktes geschuldet. Nach einer Studie der Commerzbank ist die Arbeitszeit je Beschäftigten seit Ausbruch der Krise um 5 % gesunken; d. h. dass ein Arbeitnehmer durchschnittlich 43,5 Stunden im Jahr weniger arbeitet. Die Hauptrolle spielt der Studie zufolge die Verringerung der Wochenarbeitszeit, der Abbau von Überstunden sowie das Ausnutzen von Arbeitszeitkonten. Die verkürzte Arbeitszeit hat rund 1,8 Millionen Menschen vor der Arbeitslosigkeit bewahrt. Die Konjunktur insgesamt, so glauben die Wirtschaftsforscher, steht nach wie vor auf wackeligen Füßen. Im weiteren Verlauf des Jahres werde das Wirtschaftswachstum wieder nachlassen. Gegen eine zügige und störungsfreie Aufwärtsbewegung sprechen nach wie vor erhebliche Belastungsfaktoren. Die extrem niedrige Auslastung der Unternehmen dämpft die Investitionstätigkeit und zudem laufen die Konjunkturprogramme in den kommenden Monaten aus.

Gesundheitsmarkt schafft Arbeit

Die Zahl der Beschäftigten im deutschen Gesundheitswesen wächst ständig. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes waren im Jahr 2008 rund 4,6 Millionen Menschen in diesem



Bereich tätig; das entspricht einem Zuwachs gegenüber dem Vorjahr von 1,7 %. Seit dem Jahr 2000 ist das Personal im Gesundheitswesen um insgesamt 12,2 % oder um 500.000 Menschen gestiegen. Jeder neunte Beschäftige ist damit in Deutschland im Gesundheitswesen tätig. Zusätzliche Arbeitsplätze sind vor allem im Gesundheitsdienst und in den sozialen Berufen entstanden. In den letzten Jahren stieg die Zahl der Physiotherapeuten um 49.000 Personen, die der medizinischen und zahnmedizinischen Fachangestellten um 68.000 und die der Altenpflege sogar um 122.000 Personen. Lediglich das Personal in den Krankenhäusern ging um 23.000 Mitarbeiter zurück.

Für die Gesundheit haben die Deutschen laut Statistischem Bundesamt im Jahr 2008 rund 263 Mrd. € ausgegeben; das waren 3,9 % mehr als im Vorjahr. Pro Kopf entspricht das einem Aufkommen von 3.210 €. Der Beitrag des Gesundheitsmarktes zum Bruttoinlandsprodukt lag 2008 bei 10,5 % und dürfte im Jahr 2009 vor dem Hintergrund der rückläufigen BIP auf mehr als 11 % gestiegen sein. Diese Rechnung erfasst neben den Ausgaben der gesetzlichen Krankenversicherung alle weiteren gesundheitsbezogenen Aufwendungen, die von anderen Ausgabeträgern wie der privaten Krankenversicherung und/oder den privaten Haushalten selbst geleistet werden. Der größte Anteil der Gesundheitsausgaben entfiel im Jahr 2008 auf die gesetzliche Krankenversicherung. Sie trug mit 15,5 Mrd. € rund 57,5 % der gesamten Gesundheitsaufwendungen. Den stärksten Anstieg verzeichneten die ambulanten Pflegedienste mit einem Plus von 8 % auf 8,6 Mrd. €. Für Arzneimittel wurden 43,2 Mrd. € ausgegeben.



Die folgenden Zahlen für die ersten neun Monate des Geschäftsjahres 2009/2010 (Geschäftsjahresende 30. Juni) sowie für die gleiche Zeit des Vorjahres sind nach den Rechnungslegungsstandards IAS/IFRS ermittelt worden.

Ertragslage

Die Vorjahreswerte mussten in einzelnen Positionen durch Umgliederungen angepasst werden. Ergebniseffekte hat es für den Vorjahresvergleichszeitraum hierdurch nicht gegeben. Zu weiteren Erläuterungen diesbezüglich verweisen wir auf die Angaben im Anhang unter dem Punkt Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sowie auf den letzten Geschäftsbericht zum 30. Juni 2009. Die im Weiteren genannten Vorjahreswerte geben die angepassten Werte wieder.

Umsatzsteigerung

Der Umsatz im Konzern lag mit 186,1 Mio. € in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 09/10 um 11,0 Mio. € über dem Umsatz von 175,1 Mio. € im Vorjahresvergleichszeitraum. Der Anstieg resultiert mit 8,1 Mio. € aus der Division Pflege (hier inklusive des Bereiches Dienstleistungen), die einen Umsatz von 142,7 Mio. € (Vorjahr: 134,6 Mio. €) erreichte. Diese Steigerung resultiert in erster Linie aus höheren Umsätzen mit den Expansionseinrichtungen.

Die Rehabilitationskliniken erzielten einen Umsatz von 38,6 Mio. €, welcher somit um 2,2 Mio. € über dem Vergleichszeitraum des Vorjahres lag. Im gesamten Bereich des ehemaligen Segmentes Rehabilitation betrug der Umsatz 43,3 Mio. € nach 40,5 Mio. € im Vorjahreszeitraum.

Der Konzern betreibt per 31. März 2010 insgesamt 70 Einrichtungen. Dieses sind 61 Pflegeeinrichtungen, 8 Rehabilitationskliniken und 1 Akutkrankenhaus. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum sind die Einrichtungen in Oberhausen (im August 2009), Bremerhaven (im Oktober 2009) und die Pflegeklinik in Waldkirch (im November 2009) hinzugekommen. Die Kapazität in der Division Pflege erreicht am Stichtag 8.088 Betten nach 7.756 Betten am Vorjahresstichtag. Im Segment Rehabilitation beträgt die Kapazität wie zum Vorjahresstichtag 1.329 Betten.

Die Belegquote im Konzern betrug ohne Anlaufeinrichtungen und ohne das Akutkrankenhaus 92,4 % (Vorjahr: 92,5 %). Unter Berücksichtigung aller Einrichtungen lag die Auslastung im Konzern bei 88,4 % (Vorjahr: 89,4 %).

Konzernergebnis

Das Konzernergebnis nach Steuern und vor Minderheiten hat sich gegenüber dem Vorjahr von -3,1 Mio. € um 1,8 Mio. € auf -1,3 Mio. € verbessert. Das Ergebnis vor Steuern erreichte 1,0 Mio. €, nachdem im Vorjahr ein Verlust von -2,1 zu Buche stand. Das EBIT betrug nach 1,4 Mio. € im Vorjahreszeitraum 3,9 Mio. € im Berichtszeitraum. Die Ergebnisverbesserung resultiert neben dem Gewinn aus dem Verkauf der Immobilie in Bremerhaven im Wesentlichen aus gestiegenen Umsätzen bei stabiler Sachkostenentwicklung.

Pflegebereich

Im Pflegebereich inklusive den Dienstleistungsgesellschaften stieg der Umsatz um 6,1 % auf 142,7 Mio. € (Vorjahr: 134,6 Mio. €). Dabei konnten die Expansionseinrichtungen ihren Umsatz um 3,9 Mio. € auf 13,5 Mio. € steigern. In den Bestandshäusern wurde der Umsatz um 3,1 % auf 128,6 Mio. € gesteigert.

Die Belegungsquote in der Pflege lag ohne die Anlaufeinrichtungen mit 92,1 % leicht unter dem Vorjahresniveau von 92,4 %. Die Expansionseinrichtungen verzeichneten eine Auslastung von 56,5 % nach 56,1 % im Vorjahreszeitraum. Diese geringe Steigerung hat ihre Ursache in den neu hinzugekommenen Einrichtungen. Die Gesamtauslastung über alle Häuser der Pflege beträgt 87,9 % (Vorjahr: 89,2 %).

Das Ergebnis vor Steuern betrug -0,1 Mio. € (Vorjahr: -1,4 Mio. €). Das Ergebnis nach Steuern und vor Minderheiten beträgt -1,0 Mio. € (Vorjahr: -2,1 Mio. €).

Negativ beeinflusst wurde das Ergebnis nach Steuern durch Verluste der Expansionseinrichtungen in Höhe von 5,7 Mio. € (Vorjahr: 5,4 Mio. €). Positiv hingegen wirkte der Verkauf der Immobilie Bremerhaven mit einem Ertrag von 1,6 Mio. €.

Rehabilitation

Der Umsatz des Bereiches Rehabilitation erreichte 43,3 Mio. € (Vorjahr: 40,5 Mio. €). Dabei lag die Auslastung in den acht Rehabilitationskliniken bei 94,3 % (Vorjahr: 92,7 %) und konnte erneut gesteigert werden. Die Akutklinik Büren verzeichnete erneut einen Belegungsrückgang, so dass unter Berücksichtigung dieses Standortes die Belegungsquote in diesem Bereich bei 91,9 % nach 90,6 % im Vorjahreszeitraum lag.

Das Ergebnis vor Steuern des Bereiches Rehabilitation liegt bei 1,0 Mio. € (Vorjahr: -0,7 Mio. €). Nach Steuern und vor Minderheiten betrug das Ergebnis -0,3 Mio. € (Vorjahr: -0,9 Mio. €).

Das Ergebnis von 1,0 Mio. € wurde beeinflusst durch Verluste der St. Nikolaus Hospital Büren GmbH. Zudem wurden im Segment Rückstellungen für mögliche Drohverluste von 0,7 Mio. € eingestellt.

Für die Sankt Nikolaus Hospital Büren GmbH wurde am 21.04.2010 beim Amtsgericht Paderborn ein Insolvenzantrag gestellt. Weitere Informationen werden unter dem Punkt Nachtragsbericht ausgeführt.

Der bereits mit der Ad-hoc-Meldung vom 21.04.2010 bekanntgegebene Verkauf aller Rehabilitationsklinikbetriebe ist abgeschlossen und Ende April 2010 vollzogen worden. Weitere Einzelheiten werden unter dem Punkt Nachtragsbericht ausgeführt.

Konzernkennzahlen

Die Kennzahlen haben sich wie folgt verändert: Das EBITDAR stieg auf 47,1 Mio. € (Vorjahr: 43,1 Mio. €), das EBITDA auf 11,3 Mio. € (Vorjahr: 6,7 Mio. €) und das EBIT auf 3,9 Mio. € (Vorjahr: 1,4 Mio. €) sowie das EBT auf 1,0 Mio. € (Vorjahr: -2,1 Mio. €). Das Konzernergebnis nach Minderheiten beträgt -1,4 Mio. € nach -3,0 Mio. € im Vorjahr.

Die EBITDAR-Marge liegt bei 25,3 % nach 24,6 % und die EBITDAMarge bei 6,1 % nach 3,8 % im Vorjahreszeitraum. Die EBITMarge erreichte 2,1 % nach 0,8 % und die EBT-Marge 0,5 % nach -1,2 % im Vorjahreszeitraum.

Vermögenslage und Finanzlage

Die Vorjahreswerte mussten in einzelnen Positionen im Wesentlichen durch Umgliederungen angepasst werden. Zu weiteren Erläuterungen diesbezüglich verweisen wir auf die Angaben im Anhang unter dem Punkt Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sowie auf den letzten Geschäftsbericht zum 30.06.2009. Die im Weiteren genannten Vorjahreswerte geben die angepassten Werte wieder.

Im Vergleich zum Konzernabschluss auf den 30. Juni 2009 hat sich die Bilanzsumme um 6,3 Mio. € reduziert. Ursachen dafür ist im Wesentlichen die Reduzierung der Vorräte durch die dort zum 30. Juni 2009 ausgewiesene Immobilie in Bremerhaven, die inzwischen verkauft wurde. Weiter wurden die Bestände an Forderungen aus Lieferungen und Leistungen abgebaut. Die sonstigen Forderungen und Vermögensgegenstände haben sich im Wesentlichen durch Abschreibung einer Forderung gegen Trump reduziert. Auf der Passivseite verminderte sich das buchmäßige Eigenkapital aufgrund des Verlustes in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres. Die lang- und kurzfristigen Finanzschulden wurden erheblich zurückgefahren. Gleichzeitig sind die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen angestiegen. Die übrigen kurzfristigen Schulden haben sich insbesondere durch ein gewährtes Darlehen des Mehrheitsaktionärs an die Marseille-Kliniken AG erhöht.

Das zum 31. März 2010 bilanzierte Eigenkapital unter Berücksichtigung von 84,175 % des Sonderpostens für abgegrenzte Investitionszuwendungen hat sich gegenüber dem 31. März 2009 um 14,6 Mio. € von 74,7 Mio € auf 60,1 Mio. € verringert. Die Eigenkapitalquote sank von 33,3 % auf 27,3 %. Im Vergleich zum Geschäftsjahresende 30. Juni 2009 hat sich das Eigenkapital um 2,5 Mio. € auf 60,1 verringert. Die Quote ist bezogen auf diesen Zeitpunkt von 27,6 % auf 27,3 % leicht gesunken.

Im Hinblick auf die Finanzlage möchten wir auf unsere Ausführungen im Lagebericht des Geschäftsberichtes 2008/2009 verweisen. Die KK-Linien des Konzerns wurden weiter leicht zurückgefahren und teilweise durch ein Darlehen des Mehrheitsaktionärs ausgeglichen. Wir sind aktuell mit unseren Geschäftsbanken dabei, ein neues partnerschaftliches Finanzierungskonzept zu erarbeiten, das längerfristig ausgelegt sein wird.

Die Netto-Finanzschulden im Konzern haben sich gegenüber dem vergleichenden Vorjahreszeitraum von 68,7 Mio. € auf 61,1 Mio. € vermindert. Die Finanzschuldenquote als Verhältnis von langfristigen Finanzschulden zur Bilanzsumme ist von 20,1 % auf 20,8 % gestiegen.

Der Cash-flow aus betrieblicher Tätigkeit liegt in den ersten neun Monaten bei 12,0 Mio. € und hat sich im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 8,4 Mio. € verbessert. Der Grund ist insbesondere in dem verbesserten Ergebnis und in der Zunahme der kurzfristigen Verbindlichkeiten zu sehen.

Der Cash-flow aus Investitionstätigkeit beläuft sich wie im Vorjahr auf 0,7 Mio. €.

Der Cash-flow aus Finanzierungstätigkeit beträgt -12,0 Mio. € und liegt -3,0 Mio. € unter dem Vorjahreszeitraum mit -9,0 Mio. €. Hier ist im Wesentlichen die hohe Tilgung von kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten zu nennen.

Investitionen

Die Investitionen betrugen 15,3 Mio. €. Darin ist insbesondere der Bau der Immobilie in Bremerhaven enthalten, die nach Fertigstellung veräußert und zurückgemietet wurde.

Mitarbeiter

Die Zahl der zum Stichtag beschäftigten Mitarbeiter stieg um 197 Personen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum auf 5.790 Personen.

Aktienkurs

Der Kurs der Marseille-Kliniken-Aktie bewegte sich in den Monaten Juli 2009 bis März 2010 in einer Bandbreite von 4,43 € bis 6,10 €. Der Schlusskurs am 31. März 2010 betrug 4,94 €. Der Schlusskurs zum 29. April 2010 betrug 4,84 €.

Risikobericht

Zu den Risiken im Konzern verweisen wir auf unsere ausführliche Darstellung im Geschäftsbericht 2008/2009.

In den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2009/2010 haben sich zudem wesentliche Risiken ergeben, die im Folgenden dargestellt werden.

Für mittelständische Unternehmen unserer Größenordnung gibt es eine nicht unerhebliche Kreditverknappung. Sowohl in der laufenden Finanzierung unseres operativen Geschäftes als auch in der Immobilienfinanzierung ist die erhebliche Zurückhaltung der Finanzinstitutionen zu spüren. Nicht zuletzt deshalb werden wir zukünftig noch stärker unseren Fokus auf einen positiven Cash- flow im Unternehmen richten. Durch den abgeschlossenen Reha- Verkauf haben wir jetzt den Spielraum, sehr schnell unsere eingeleiteten Maßnahmen umzusetzen. Die Kostensenkungsprogramme werden noch in diesem Geschäftsjahr spürbar greifen.

Die finanzielle Situation des Konzerns hat sich durch den Reha- Verkauf entspannt.

Rechtlich ergeben sich Risiken aus der Insolvenz der Fachklinik IA Bad König. Wir verweisen in diesem Zusammenhang auf den Lagebericht des Geschäftsjahres 2008/2009. Gegenwärtig prüfen wir nach neuer Analyse der anhängigen Rechtsstreitigkeiten, ob zum Jahresabschluss weitere Rückstellungen zu bilden sind.

Risiken ergeben sich aus den vorhandenen Stillstands-Immobilien. Die Einschätzung der Markt- und Bedarfsanalyse wird in diesem Zusammenhang neu überarbeitet. Wie im Geschäftsbericht 2008/2009 dargelegt, unterliegt die Werthaltigkeit den zugrunde gelegten Planungsprämissen. Abhängig von der gegenwärtigen Marktentwicklung kann es zu weiteren Wertberichtigungen kommen.

Die Pflegeeinrichtungen unserer Standorte Hamburg/Angerstraße und Türk Bakim Evi in Berlin sind weiterhin als kritisch zu betrachten und generieren Verluste. Wir haben zusammen mit dem regionalen Management Maßnahmen erarbeitet, die unsere Performance der Häuser erheblich steigern sollen. Trotzdem können wir kurzfristig nicht mit einem positiven Beitrag rechnen.

Nachtragsbericht

Nach Abschluss der ersten neun Monate des Geschäftsjahres sind folgende Sachverhalte eingetreten, die einen wesentlichen Ein- fluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Marseille- Kliniken Konzerns haben.

Der bereits mit der Ad-hoc-Meldung vom 21.04.2010 bekanntgegebene Verkauf aller Rehabilitationsklinikbetriebe ist abgeschlossen und Ende April 2010 vollzogen worden. Die Marseille-Kliniken Gruppe hat an eine gemeinsame Beteiligungsgesellschaft der vom Finanzinvestor AUCTUS Capital Partners AG beratenen Fonds mit dem bestehenden Management-Team verkauft. AUCTUS verfügt über besondere Expertise im Gesundheitssektor.

Der Geschäftsbereich Rehabilitation ist profitabel, zählte zuletzt jedoch nicht mehr zum Kerngeschäft des Marseille-Kliniken Konzerns. Vor diesem Hintergrund hatte das Unternehmen bereits seit Längerem einen Verkauf der Sparte geprüft. Der hierdurch generierte Erlös soll für die weitere Entwicklung des Kerngeschäfts Pflege verwendet werden.

Der Marseille-Kliniken Gruppe fließt durch diesen Abschluss ein deutlicher Buchgewinn im unteren zweistelligen Mio. Euro- Bereich zu. Über die genaue Summe des Kaufpreises wurde zwischen den Parteien Stillschweigen vereinbart.

Die Sankt Nikolaus Hospital Büren GmbH hat am 21.04.2010 beim Amtsgericht Paderborn einen Insolvenzantrag gestellt. Wir haben uns vergeblich um die Wiedereinrichtung einer Chirurgie in dem 60 Betten zählenden Krankenhaus bemüht. Somit fehlt es an einer wirtschaftlich tragbaren Zukunftsperspektive, die eine weitere finanzielle Unterstützung über die bis heute gewährte rechtfertigen würde.

Ausblick

Die ersten neun Monate 2009/2010 entwickelten sich noch nicht befriedigend, auch wenn im Vergleich zum Vorjahr Verbesserungen deutlich erkennbar sind.

Im Bereich Pflege erwarten wir eine weitere Belegungssteigerung und in der Folge steigende Ergebnisse von Bestandseinrichtungen sowie rückläufige Anlaufkosten der Expansionshäuser. Unsere neu eingeführten Regionalleiter werden in Zukunft für das Management der Einrichtungshäuser in sieben Regionen verantwortlich sein. Durch die intensive Betreuung der Pflegeeinrichtungen werden wir nach dem Prinzip der „best practice“-Methode die positiven Erfahrungen der guten Häuser auf unsere kritischen Einrichtungen übertragen.

Die neun verkauften Rehabilitationsgesellschaften werden im vierten Quartal entkonsolidiert und haben insofern für die zukünftigen Planungen keine Bedeutung mehr.

Wir haben unsere Optimierungsprogramme weiter vorangetrieben, so dass die angestrebten Personal- und Sachkostensenkungen bei gleichzeitig voller Aufrechterhaltung der bestehenden hohen Qualitätsstandards in unseren Häusern die von uns erwarteten Resultate bringen werden.

Wir werden unseren Fokus verstärkt auf einen für Management und Aktionäre zufriedenstellenden Cash-flow richten. Unser Bestreben ist es zu konsolidieren, um eine nachhaltig stabile Ergebnissituation zu erzielen, die eine befriedigende Ertragslage für die Aktionäre erzeugt.

Im Ergebnis erwarten wir, dass wir in diesem Geschäftsjahr positive Ergebnisse erzielen und sich dieses auch in unserer Vermögens-, Finanz- und Ertragslage entsprechend niederschlägt.


















Konzernanhang (IFRS Notes)

Grundlagen

Rechnungslegung nach International Financial Reporting Standards (IFRS)
Der Quartalsabschluss zum 31. März 2010 wird in Übereinstimmung mit den Regelungen der IFRS in verkürzter Form dargestellt.

Der vorliegende sowie die zurückliegenden Quartalsabschlüsse wurden weder einer prüferischen Durchsicht noch einer Prüfung im Sinne von § 317 HGB unterzogen.

Die Angaben werden teilweise in TEUR bzw. in Mio. EUR gemacht. Es kann Rundungsdifferenzen in Höhe von TEUR +/- 1 geben.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Im Quartalsabschluss zum 31. März 2010 werden (mit Ausnahme der nachfolgend genannten) die gleichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewendet, wie im letzten Konzernjahresabschluss zum 30. Juni 2009.

In diesem Quartalsfinanzbericht zum 31. März 2010 werden darüber hinaus die folgenden Rechnungslegungsstandards bzw. Interpretationen beachtet:

IAS 1: Darstellung des Abschlusses
IAS 23: Fremdkapitalkosten
IAS 27: Konzern- und separate Einzelabschlüsse
IFRS 3: Unternehmenszusammenschlüsse (ab 1. Juli 2009)
IFRS 8: Segmentberichterstattung

Die Marseille-Kliniken AG wendet insbesondere den IFRS 8, der für Geschäftsjahre, die nach dem 1. Januar 2009 beginnen, an. Der neue Standard IFRS 8 ersetzt IAS 14 Segmentberichterstattung. Nach IFRS 8 haben Unternehmen die Segmentinformationen auf der Grundlage anzugeben, die der obersten Entscheidungsinstanz für das operative Geschäft zur Verfügung stehen. In der Vergangenheit hat der Marseille- Kliniken Konzern die externe Finanzberichterstattung auf Basis der internen Finanzberichterstattung erstellt. Es ergeben sich daher keine wesentlichen Auswirkungen durch Anwendung des IFRS 8.

Eine detaillierte Beschreibung dieser Methoden, der Rechnungslegungsstandards bzw. Interpretationen ist im Anhang (Notes) des Konzernabschlusses zum 30. Juni 2009 der Marseille-Kliniken AG veröffentlicht, auf den wir verweisen (IAS 34.15). Der Geschäftsbericht zum 30. Juni 2009 sowie dieser Zwischenabschluss sind im Internet unter www.Marseille-Kliniken.de abrufbar.

Die übrigen neuen Rechnungslegungsvorschriften haben ebenfalls keinen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage oder auf das Ergebnis je Aktie der laufenden Berichtsperiode.

Aufgrund von Anpassungen im Konzernabschluss zum 30. Juni 2009 wurden entsprechende Änderungen der Werte des Vorjahresvergleichszeitraums zwecks Vergleichbarkeit vorgenommen. Diese Anpassungen betreffen im Einzelnen:

Im Vorjahr wurden die eigenen Anteile mit einem nicht korrekten Wert bewertet. Die Anpassung des Wertes erfolgte retrospektiv zum Vorjahresvergleichszeitraum und wurde erfolgsneutral im Eigenkapital vorgenommen. Hierzu wurde die Kapitalrücklage angepasst.

Die Kaufpreisallokation im Rahmen des Erwerbes des Krankenhauses in Büren war fehlerhaft. Der aktivierte Firmenwert von TEUR 452 hätte bei korrekter Kaufpreisallokation dem Sachanlagevermögen zugeordnet werden müssen. Insofern haben wir die Umgliederung in das Sachanlagevermögen auch für den Vergleichszeitraum vorgenommen.

Im Vorjahr wurden Ausgleichsposten aus der Eigenmittelförderung nach KHG unter den sonstigen Forderungen ausgewiesen. Hierbei handelt es sich nicht um einen Vermögenswert im Sinne der IFRS. Wir haben den Posten in Höhe von TEUR 457 gegen den Ergebnisvortrag ausgebucht, da ein Ansatz bereits ab 2006 erfolgt war.

Bei einer im Geschäftsjahr 2005/2006 durchgeführten Sale-and- Lease-Back-Transaktion ist der Abgang von Grundstücken nicht vollständig erfasst worden. Wir haben den Abgang in Höhe von TEUR 851 gegen den Ergebnisvortrag zum 1. Juli 2008 nachgeholt und insofern bei den Vergleichsvorjahreswerten berücksichtigt.

Die im Vorjahresvergleichszeitraum unter den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesenen Boni und Rückvergütungen (TEUR 809) aus dem Einkauf von Waren wurden im Quartalsabschluss zum 31. März 2010 vom Materialaufwand abgezogen.

Die in der Vorjahresvergleichsperiode unter den Vorräten ausgewiesenen Patientenbestände (TEUR 2.827) sind in die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen umgegliedert worden, da es sich im Wesentlichen um noch nicht abgerechnete Leistungen handelt. Entsprechend wurde auch die Bestandsveränderung (TEUR 775) angepasst.

Die Ansparraten zur Darlehensrückführung (TEUR 950), die im Vergleichszeitraum unter den kurzfristigen Vermögenswerten als sonstige Forderung ausgewiesen wurden, sind rückwirkend in die langfristigen Vermögenswerte umgegliedert worden.

Darüber hinaus erfolgte im Konzernabschluss zum 30. Juni 2009 eine Anpassung hinsichtlich der zu bilanzierenden Finance-Lease-Verhältnisse. Der Marseille-Kliniken Konzern hat an einzelnen Standorten Inventar geleast. Eine Klassifizierung hinsichtlich zu aktivierender Finance-Lease-Verhältnisse fand bisher nicht statt. Nach Überprüfung der Verträge wurden die Vorjahresvergleichswerte zum 30. Juni 2008 im Konzernabschluss zum 30. Juni 2009 hinsichtlich der als Finance Lease zu klassifizierenden und damit beim Leasingnehmer zu aktivierenden Vermögenswerte angepasst. Zum 1. Juli 2007 wurden retrospektiv Sachanlagen in Höhe von TEUR 3.390 aktiviert und TEUR 3.727 als Verbindlichkeiten aus Finance-Lease passiviert. Die Differenz wurde im Ergebnisvortrag berücksichtigt. Eine Anpassung der Quartalszahlen des Vorjahres erfolgte nicht, da der zusätzliche Informationsnutzen in keinem angemessenen Verhältnis zu dem für die Ermittlung erforderlichen Aufwand steht. Darüber hinaus führt die Erfassung der vorgenannten Finanzierungsleasingverhältnisse nur zu unwesentlichen Ergebnisauswirkungen (für das gesamte Geschäftsjahr 2008/2009 betrug die Ergebnisauswirkung TEUR 82) und damit zu unwesentlichen Veränderungen im Konzerneigenkapital.

In der Konzernkapitalflussrechnung wurden im Konzernabschluss zum 30. Juni 2009 ebenfalls Fehlerkorrekturen des Vorjahres vorgenommen. Die Sachverhalte, die wesentliche Auswirkungen auf die Vorjahresvergleichszahlen haben, sind nachfolgend aufgeführt:

Die Mittelzuflüsse aus den im Geschäftsjahr 2007/2008 durchgeführten Sale-and-lease-back-Transaktionen wurden im Vorjahresvergleichszeitraum im Cash-flow aus betrieblicher Tätigkeit ausgewiesen, sind aber dem Investitionsbereich zuzuordnen. Der für das dritte Quartal des Vorjahres aus der Veränderung des sonstigen Nettoumlaufvermögens in die Einzahlungen aus dem Abgang von Immateriellen Vermögenswerten umgegliederte Betrag betrug EUR 5,6 Mio.

Darüber hinaus wurde der Cash-flow aus Investitionstätigkeit im Vorjahresvergleichszeitraum um den liquiditätswirksam gewordenen Betrag, der bisher im Cash-flow aus operativer Tätigkeit gezeigt wurde, angepasst.

Weiter wurden Änderungen im Vorjahresvergleichszeitraum vorgenommen, die im Wesentlichen den getrennten Ausweis der gezahlten und erhaltenen Zinsen betreffen. Diese werden seit dem Konzernabschluss zum 30. Juni 2009 unter dem Cash-Flow aus Finanzierungstätigkeit gezeigt werden. Der Vorjahresvergleichswert ist entsprechend angepasst.

Erläuterungen zu etwaigen Konjunktureinflüssen, die gegebenenfalls Auswirkungen auf die Geschäftstätigkeit hatten, haben wir im Konzernlagebericht zu diesem Quartalsabschluss angegeben.

Konsolidierungskreis

Zum 1. Januar 2010 wurde die Marseille-Kliniken AG, Zug (Schweiz) in den Konsolidierungskreis des Marseille-Konzerns einbezogen. Die Gesellschaft ist eine 100 %ige Tochtergesellschaft der Marseille-Kliniken AG, Berlin. Der Umfang der Gesellschaften, die dem Konsolidierungskreis der Marseille-Kliniken AG entsprechend IAS 27.12 zuzurechnen sind, hat sich daher zum 31. März 2010 im Vergleich zum Konsolidierungskreis zum 30. Juni 2009 von 133 auf 134 Gesellschaften verändert.

Segmentberichterstattung

Nachfolgende Aufstellung zeigt die Segmentberichterstattung bezüglich der Segmentergebnisse des laufenden Geschäftsjahres bis zum 31. März 2010:



Die Vermögenswerte des aufgegebenen Geschäftsbereichs entfallen mit EUR 2,5 Mio. auf Immaterielle Vermögenswerte, mit EUR 13,9 Mio. auf Sachanlagen, mit EUR 0,6 Mio. auf sonstige finanzielle Vermögenswerte, mit EUR 7,1 Mio. auf kurzfristige Vermögenswerte (davon EUR 5,8 Mio. auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen). Die Schulden des aufgegebenen Geschäftsbereiches betreffen mit EUR 3,4 Mio. langfristige Schulden (davon EUR 2,8 Mio. Pensionsverpflichtungen) und mit EUR 6,5 Mio. kurzfristige Schulden (davon EUR 1,7 Mio. kurzfristige Rückstellungen, EUR 1,7 Mio. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, EUR 1,5 Mio. laufende Steuerverbindlichkeiten und EUR 1,6 Mio. übrige kurzfristige Schulden).

Sämtliche Umsatzerlöse der aufgegebenen Geschäftsbereiche wurden in Deutschland erzielt.

Die in der Segmentberichterstattung unter dem Ausland erfassten Aufwendungen und Erträge betreffen die erstkonsolidierte Gesellschaft mit Sitz in der Schweiz. Die Geschäftstätigkeit der Gesellschaft beinhaltet die nationale und internationale Beratung und Unterstützung bei der Koordination, die Vorbereitung und Durchführung von Unternehmensstrategien und Versorgungskonzepten im Bereich des Gesundheitswesens, der Organisation und Prozessberatung sowie der Implementierung von IT Konzepten für vernetzte Geschäftssysteme und dem Abschluss von Betreiber- und Betriebsführungsverträgen mit Institutionen der Gesundheitsversorgung.

Die direkt im Eigenkapital erfassten Aufwendungen und Erträge betreffen ausschließlich die Marseille-Kliniken AG.

Erläuterungen zur Konzernbilanz

Sachanlagen
Das Sachanlagevermögen verringerte sich zum 31. März 2010 im Vergleich zum 30. Juni 2009 um rund EUR 14 Mio. Hiervon sind EUR 13,9 Mio. auf die Umgliederung des zur Veräußerung bestimmten Vermögens zurückzuführen. Ferner beträgt die Verringerung EUR 0,1 Mio., welche sich im Wesentlichen aus dem Saldo von Abschreibungen auf das Sachanlagevermögen und Zugängen ergibt.

Sonstige finanzielle Vermögenswerte
Die Verringerung der sonstigen finanziellen Vermögenswerte zum 31. März 2010 resultiert insbesondere aus der Umgliederung in das zur Veräußerung bestimmte Vermögen.

Latente Steuern
Die aktiven latenten Steuern wurden auf die steuerlichen Verlustvorträge der Konzerngesellschaften gebildet. Darüber hinausgehende aktive latente Steuern, welche aufgrund temporärer Differenzen entstanden sind, wurden mit passiven latenten Steuern aufgrund temporärer Differenzen verrechnet und saldiert auf der Passivseite ausgewiesen, soweit die Aufrechnungslage gegeben ist.

Insgesamt bestehen zum 31. März 2010 körperschaftsteuerliche Verlustvorträge von EUR 37,4 Mio. (31. März 2009: EUR 32,3 Mio.), welche grundsätzlich zeitlich unbegrenzt nutzbar sind. Diese wurden zur Bildung aktiver latenter Steuern herangezogen, soweit die Nutzung der Verlustvorträge mit hinreichender Sicherheit gewährleistet ist.

Steuerliche Verlustvorträge bei den einbezogenen Unternehmen führen in dem Umfang zum Ansatz von aktiven latenten Steuern, in dem den jeweiligen Unternehmen innerhalb der nächsten fünf Geschäftsjahre unter aller Voraussicht ein wirtschaftlicher Nutzen im Rahmen der erwarteten steuerlichen Verlustabzüge zufließen wird. Vor dem Hintergrund der Planungen sowie diverser eingeleiteter Maßnahmen wird davon ausgegangen, dass in ausreichendem Umfang substanzielle Hinweise für eine entsprechende Verlustnutzung vorhanden sind.

Insoweit die erwarteten künftigen steuerlichen Ergebnisse einer Gesellschaft die Realisierung einer Steuerminderung nicht wahrscheinlich erscheinen lassen, unterbleibt ein Ansatz von aktiven latenten Steuern auf Verlustvorträge bzw. werden angemessene Wertberichtigungen auf aktive latente Steuern vorgenommen.

Vorräte
Das unter den Vorräten ausgewiesene Bauprojekt eines Alten- und Pflegeheims in Bremerhaven wurde im November 2009 an einen Investor veräußert und im Rahmen eines Sale-and-Lease-Back-Deals zurückgemietet. Der Veräußerungsgewinn beträgt rund EUR 1,9 Mio. Die Verringerung der Vorräte im Vergleich zum 30. Juni 2009 resultiert insbesondere aus diesem Abgang.

Zur Veräußerung bestimmtes langfristiges Vermögen und Schulden in direktem Zusammenhang mit zur Veräußerung bestimmtem Vermögen
Im Quartalsabschluss zum 31. März 2010 werden neun Gesellschaften des Segmentes Rehabilitation (Teufelsbad Fachklinik Blankenburg GmbH, Algos Fachklinik Bad Klosterlausnitz GmbH, REHAKlinik Sigmund Weil GmbH, Sport- und Rehabilitationszentrum Harz GmbH, Psychosomatische Fachklinik Gengenbach GmbH, Fachklinik für psychische Erkrankungen Ortenau GmbH, Psychosomatische Fachklinik Schömberg GmbH, Gotthard-Schettler-Klinik GmbH und Klinik Bad Herrenalb GmbH) sowie zwei Grundstücke (Ortenau und Bad Herrenalb) der Karlsruher-Sanatorium AG als zur Veräußerung bestimmtes langfristiges Vermögen sowie als Schulden in direktem Zusammenhang mit zur Veräußerung bestimmtem Vermögen klassifi- ziert. Der Plan zur Aufgabe wurde bekannt gegeben und die geplante Veräußerung entspricht der langfristigen Strategie des Marseille- Konzerns. Darüber hinaus ist die Veräußerung innerhalb der nächsten zwölf Monate als höchstwahrscheinlich einzustufen.

Nach IFRS 5 sind die aufgegebenen Geschäftsbereiche getrennt von den fortzuführenden Aktivitäten darzustellen. Die Gewinn- und Verlustrechnung der fortzuführenden Geschäftsbereiche wurde dementsprechend um die Aufwendungen und Erträge der aufgegebenen Bereiche bereinigt und das Ergebnis aus diesen in einem eigenen Posten ausgewiesen. Zum Zwecke der Vergleichbarkeit wurden die Vorjahreswerte des aufgegebenen Geschäftsbereiches entsprechend angegeben.

Eigene Anteile
In den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2009/2010 hat die Marseille-Kliniken AG keine eigenen Aktien erworben oder veräußert. Der durchschnittliche Kurs beträgt unverändert zum 30. Juni 2009 EUR 8,54. Der auf die eigenen Anteile entfallende Gegenwert beträgt somit insgesamt EUR 902.579,62 (30. Juni 2009: EUR 902.579,62).

Zeitbewertungsrücklage
In der Zeitbewertungsrücklage sind erfolgsneutral abgegrenzte Swaps ausgewiesen. Bei diesen handelt es sich um zwei Zins-Swaps, die zur Absicherung von variabel verzinslichen Darlehen erworben wurden. Dadurch werden die zukünftigen variablen Zinszahlungen in fixe Zinszahlungen transformiert. In dem 3. Quartal des Geschäftsjahres 2009/2010 wurde ein Heizölswap, der zur Absicherung der Zahlungsströme des Heizölkaufs diente, mit einem Gewinn in Höhe von TEUR 18 veräußert.

Die in der Zeitbewertungsrücklage ausgewiesenen zwei Zins-Swaps haben zum 31. März 2010 insgesamt negative Marktwerte in Höhe von TEUR 708 abzüglich latenter Steuern in Höhe von TEUR 112, somit TEUR 596. Die Ermittlung der Marktwerte erfolgte anhand der mark-to-market-Methode.

Abgegrenzte Investitionszuwendungen
Die abgegrenzten Investitionszuwendungen in Höhe von TEUR 43.342 (30. Juni 2009: TEUR 44.428) werden entsprechend der Nutzungsdauer der bezuschussten Vermögensgegenstände ertragswirksam aufgelöst.

Kurzfristige Rückstellungen
Die kurzfristigen Rückstellungen zum 31. März 2010 sind unter Berücksichtigung der Umgliederung der kurzfristigen Rückstellungen, die auf die aufgegebenen Geschäftsbereiche entfallen im Vergleich zum 30. Juni 2009 nahezu unverändert. Insgesamt wurden EUR 1,8 Mio. in die Schulden, die in direktem Zusammenhang mit zur Veräußerung bestimmtem Vermögen stehen, umgegliedert.

Langfristige Finanzschulden
Unter den langfristigen Finanzschulden werden neben den im Anhang des Konzernabschlusses zum 30. Juni 2009 beschriebenen Finanzschulden zum 31. März 2010 auch derivative Finanzinstrumente in Höhe von insgesamt TEUR 708 ausgewiesen. Bei diesen handelt es sich um die unter Punkt Zeitbewertungsrücklage erläuterten Zinsswaps. Die Veränderungen der Marktwerte (fair value) der Swaps werden erfolgsneutral im Eigenkapital ausgewiesen.

Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse
Die Umsatzerlöse erhöhten sich gegenüber dem Vergleichszeitraum um rund EUR 11,0 Mio. auf EUR 186,0 Mio. Die Erhöhung resultiert im Wesentlichen aus der angestiegenen Belegung sowohl im Bereich Rehabilitation als auch im Segment Pflege.

Materialaufwand
Der Materialaufwand ist in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2009/2010 gegenüber dem Vorjahresvergleichszeitraum mit EUR 23,6 Mio. (Vergleichszeitraum: EUR 23,9 Mio.) nahezu unverändert.

Abschreibungen
Die Abschreibungen in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2009/2010 betragen EUR 7,4 Mio. und beinhalten EUR 1,6 Mio. Abschreibungen aufgrund von aktivierten Finance-Lease-Verhältnissen auf Betriebs- und Geschäftsaustattung. Die Abschreibungen Vorjahresvergleichszeitraum betrugen EUR 5,4 Mio. und beinhalten keine Abschreibungen auf aktivierte Finance-Lease-Verhältnisse. Unter Nichtberücksichtigung der Effekte aus Finance-Lease hat sich im Vergleichzeitraum keine wesentliche Veränderung ergeben.

Sonstige betriebliche Aufwendungen
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben sich in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2009/2010 auf EUR 61,4 Mio. (Vorjahresvergleichszeitraum EUR 59,6 Mio.) erhöht. In den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2009/2010 ergeben sich durch die Bilanzierung der Finance-Lease-Verhältnisse den sonstigen betrieblichen Aufwand reduzierende Aufwendungen in Höhe von EUR 2,1 Mio. Auch ohne den Finance-Lease-Effekt haben sich damit die sonstigen betrieblichen Aufwendungen erhöht. Diese Erhöhung resultiert überwiegend aus gestiegenen Instandhaltungsaufwendungen sowie vorgenommenen Wertberichtigungen auf Forderungen.

Finanzergebnis
Das Finanzergebnis hat sich zum 31. März 2010 mit EUR ./. 2,9 Mio. gegenüber dem Vorjahresvergleichszeitraum (EUR ./. 3,4 Mio.) verbessert. Der Effekt aus Finance-Lease in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2009/2010 beträgt TEUR 505 und hat das Finanzergebnis in den ersten neun Monaten dieses Geschäftsjahres entsprechend gemindert.

Sonstige Angaben

Ergebnis je Aktie
Auf der Hauptversammlung am 12. Dezember 2008 wurde die Neustückelung des Grundkapitals, der Aktiensplitt von ursprünglich 12.150.000 Stückaktien auf nunmehr 24.300.000 Stückaktien und die Änderung der Satzung beschlossen, die in § 4 Ziffer 1 neu gefasst wurde. Die Satzungsänderung wurde am 5. Februar 2009 im Handelsregister eingetragen. Der börsentechnische Vollzug des Aktiensplitts ist bisher noch nicht erfolgt.

Das unverwässerte Ergebnis je Aktie beträgt zum 31. März 2010 EUR ./. 0,12 auf Basis von 12.150.000 Stück Aktien bzw. EUR ./. 0,06 auf Basis von 24.300.000 Stück Aktien (31. März 2009: EUR ./. 0,25 auf Basis von 12.150.000 Stück Aktien bzw. EUR ./. 0,12 auf Basis von 24.300.000 Stück Aktien).

Es besteht Identität zwischen dem verwässerten und dem unverwässerten Ergebnis je Aktie, da keine potenziellen Aktien vorliegen.

Gezahlte Dividende
In den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2009/2010 wurden keine Dividenden gezahlt (Vorjahresvergleichszeitraum: EUR 3,0 Mio.).

Eventualschulden oder Eventualforderungen
Es haben sich keine Änderungen zum letzten Konzernabschluss per 30. Juni 2009 ergeben. Wesentliche Verpflichtungen oder Risiken, die nicht durch Rückstellungen abgesichert sind, liegen zum 31. März 2010 nicht vor.

Beziehungen zu nahe stehenden Personen / Unternehmen
Geschäftsbeziehungen zwischen allen im Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen werden im Konzernabschluss vollständig eliminiert. Die Beziehungen zu nahe stehenden Personen und Unternehmen erfolgen zu Bedingungen wie unter fremden Dritten.

Geschäftsvorfälle zwischen dem Marseille Konzern und den nahe stehenden Personen und Unternehmen werden nachfolgend dargestellt.

Insgesamt betragen die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie aus Darlehen gegenüber Familie Marseille und deren nahe stehenden Unternehmen EUR 12,1 Mio. (30. Juni 2009: EUR 12,5 Mio.), die Verbindlichkeiten betragen insgesamt EUR 10,4 Mio. (30. Juni 2009: EUR 5,7 Mio.). Die Erhöhung der Verbindlichkeiten im Vergleich zum 30. Juni 2009 resultiert insbesondere aus einem im dritten Quartal 2009/2010 von Herrn Marseille ausgereichten Darlehen in Höhe von EUR 4,0 Mio.

Der Marseille-Konzern hat Waren und Dienstleistungen sowie Vermögenswerte von nahe stehenden Personen und Unternehmen im Umfang von insgesamt EUR 6,9 Mio. (Geschäftsjahr 2008/2009: EUR 9,0 Mio.) erworben. Der Marseille-Kliniken Konzern hat an nahe stehende Personen und Unternehmen im Berichtszeitraum Waren und Dienstleistungen in Höhe von insgesamt EUR 0,5 Mio. (Geschäftsjahr 2008/2009: EUR 1,5 Mio.) erbracht.

Ereignisse nach dem Bilanzstichtag
Der Marseille-Kliniken Konzern hat alle Rehabilitationsklinikbetriebe verkauft, um damit im Konzern die Sparte Rehabilitationsgeschäft abzuschließen. Der endgültige Vollzug des Verkaufs hängt noch von der Zustimmung der Hauptversammlung der Karlsruher Sanatorium AG sowie von der Vermieterzustimmung ab. Dies soll bis Anfang Mai 2010 abgeschlossen sein.

Betroffen von der Transaktion sind die operativ tätigen Tochtergesellschaften der Karlsruher Sanatorium Aktiengesellschaft, einer Tochtergesellschaft der Marseille-Kliniken Aktiengesellschaft. Dazu gehören die Gotthard-Schettler-Klinik GmbH, die REHA-Klinik Sigmund Weil GmbH, die Fachklinik für psychische Erkrankungen Ortenau GmbH, die Klinik Bad Herrenalb GmbH, die Psychosomatische Fachklinik Schömberg GmbH sowie die Psychosomatische Fachklinik Gengenbach GmbH. Ebenso veräußerte die Marseille-Kliniken Aktiengesellschaft ihre Tochtergesellschaften Algos Fachklinik Bad Klosterlausnitz GmbH, Sport- und Rehabilitationszentrum Harz GmbH und Teufelsbad Fachklinik Blankenburg GmbH.

Der Marseille-Kliniken Gruppe fließt durch diesen Abschluss ein deutlicher Buchgewinn im unteren zweistelligen Mio. Euro-Bereich zu. Über die genaue Summe des Kaufpreises wurde zwischen den Parteien Stillschweigen vereinbart.

Ferner wurde für die Konzerngesellschaft St. Nikolaus-Hospital Büren GmbH am 21. April 2010 beantragt, das Insolvenzverfahren zu eröffnen.

Berlin, den 29. April 2010

Ulrich Marseille
Vorstandsvorsitzender

Claus Dorbrowolski
Vorstand Finanzen

Axel Regenhardt
Vorstand IT

 
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Überblick Quartalsberichte
2009/2010
9-Monatsbericht
1. Juli 2009 bis 31. März 2010 (10.05.2010)
6-Monatsbericht
1. Juli 2009 bis 31. Dezember 2009 (08.02.2010)
3-Monatsbericht
1. Juli 2009 bis 30. September 2009 (10.11.2009)

 
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